Es regnet Hunde und Katzen

Heute (Sonntag, 28. August 2016) hat es zum ersten mal seit ich hier in Costa Rica bin, richtig gegossen und gewittert. Die Ticos haben dafür eine besondere Bezeichnung und sagen: „Llueve perros y gatos“ was übersetzt bedeutet „Es regnet Hunde und Katzen“. Da bekommt man mal einen Eindruck davon wie heftig es geregnet hat. Ich will gar nicht wissen wie es ist wenn die irgendwann sagen es regnet Schweine oder Kühe…. XD

Fruit Market

Jeden Sonntag ist in Santa Ana „Fruit Market“. Rund um die Kirche sind dann viele Stände aufgebaut, an denen die Händler versuchen allerlei Obst und Gemüse an den Mann zu bringen.

Es ist ein unglaublich buntes und vielfältiges durcheinander. Ich habe noch nie so viel verschiedenes Obst an einem Ort gesehen und von vielen Früchten habe ich vorher noch nie etwas gehört. Überall kann man probieren, egal ob Smoothie, Mango oder Rambutan. Ich habe zum ersten mal Zuckerrohrsfaft probiert und der war meeeega lecker. Getrunken habe ich dann aber letztendlich ein Saft aus verschiedenen Früchten. Es gab auch super leckeres Eis aus  Pudding und Erdbeeren mit Erdbeerstückchen oder aus Dulce de Leche und was nicht alles.

Der Markt ist wunderschön und etwas worauf sich die gesamte Schule, die ganze Woche lang, freut. Jeder kauft Obst für die gesamte Woche ein, weil nirgendwo kriegt man es so günstig und so gut (vom Geschmack her). Ich habe Mangos, Avocados und Rambutan gekauft und schlage mir den Magen jetzt mit Vitaminen voll…

Wanderung zu einem natürlichen Pool

Am Samstagmorgen, den 27.08, haben wir uns um 7:30 Uhr vor dem Tor der Schule getroffen. Eine Gruppe aus etwa insgesamt 25 Second- und Firstyears, in voller Montur, dick mit Sonnencreme beschmiert und mega energiegeladen, waren bereit den, von allen als super harten Aufstieg abgeschriebenen, Weg hoch auf einen Berg, mit Stopp an einem natürlichen Pool, zu wagen.

Wir hatten super schönes Wetter, es war zwar sehr warm, aber umso höher wir kamen, desto angenehmer wurde es.

Am Anfang war der Weg noch nicht ganz so steil und geteert. Wir haben viel und mit den unterschiedlichsten Leuten geredet und uns auf diese Weise noch besser kennengelernt. Die Wanderung wurde von einigen unserer Secondyears geleitet, darunter auch von meiner Secondyear Nina <3

Alle haben uns vor der Wanderung gewarnt, dass sie mega anstrengend sei, viele schon umgedreht sind und sie nicht geschafft haben, andere wiederum sich gar nicht erst getraut haben sie auszuprobieren. Das erste was wir gesagt bekommen haben war, es sei keine Schande wenn wir nicht mehr könnten und umdrehen wollten. Es seien genug Leute dabei, die uns dann zurückbegleiten würden. Natürlich hat uns das allen etwas Angst gemacht, aber wir haben es trotzdem gemacht.

Nach der Hälfte, als wir schon gut 1 ½ Stunden unterwegs waren, haben wir dann auch gemerkt was mit „es ist mega steil und anstrengend“ gemeint war. Der Wanderweg ist in eine Mischung aus Geröll- und Sandweg übergegangen und war tatsächlich unglaublich steil. Wir mussten nach jedem kleinerem Abschnitt eine Pause machen, weil sonst keiner von uns oben angekommen wäre. An diesem Punkt der Wanderung sind dann auch die ersten umgedreht und wieder bergab gewandert.

Ich habe mich tapfer weitergekämpft. Der Gedanke an die Aussicht und den Pool der uns erwartete hat mich vorangetrieben und mich mit Energie versorgt. Jedes mal, wenn ich einen Blick auf das Tal, indem Santa Ana und weiterhinten auch San José liegen, werfen konnte, war ich überwältigt von dem Anblick. Innerhalb kürzester Zeit haben wir extrem viele Höhenmeter zurückgelegt und das haben meine Beine auch schnell zu spüren bekommen. Wir haben allerdings alle zusammen gelitten.

Irgendwann, nach 3 Stunden, war dann der lang ersehnte Moment gekommen, an dem es hieß „der Pool ist um die nächste Kurve!!“. Wir hatten die Wahl, entweder noch eine Stunde weiter steil Bergauf zu laufen um zum Bergkamm zu kommen oder hier abbiegen und zum Pool gehen. Ich habe mich für den Pool entschieden und es war die beste Entscheidung, die ich hätte treffen können.

Wir waren nur eine Gruppe von knapp 10 Leuten, die völlig fertig noch die letzten 400m zu Pool zurückgelegt haben. Das Wasser war Eiskalt, so wurde es ja auch von einer natürlichen Quelle hoch im Berg gespeist, aber es tat unglaublich gut. Wir haben gepicknickt und uns einfach gesonnt und unterhalten. Nach 1 ½ Stunden sind dann auch die anderen vom Bergkamm zu uns gestoßen und nachdem sie erzählt haben, dass sie dort oben nichts sehen konnten, weil da nur Wolken waren, war ich umso froher nicht mit nach oben gewandert zu sein.

Irgendwann haben wir uns wieder auf den Rückweg gemacht und auch wenn es wesentlich schneller ging und wir uns dabei in kleinere Gruppen aufgeteilt haben, war es nicht weniger anstrengend. Es war nicht einfach den steilen Weg, auf oftmals losem Geröll, einigermaßen sicher zu bewältigen. Oft genug sind wir ausgerutscht und stehen bleiben ging nicht, weil sonst wäre man vornüber gekippt. Ich habe mich echt gefragt, wie um Himmels willen ich es fertig gebracht habe, diesen Weg hinauf zu laufen… Meine Füße, Knie und Beine habe ich schon nach 15 Minuten nicht mehr gespürt. Umso froher war ich, als ich irgendwann wieder verhältnismäßig ebenen Boden unter den Füßen hatte.

Es klingt zwar komisch, wenn ich sage ich bin stolz auf mich, aber das bin ich. Ich bin stolz darauf, dass ich nicht aufgegeben habe und versucht habe an meine Grenze zu gehen. Ich bin stolz darauf, dass ich auf das gehört habe was mein Körper mir gesagt hat und ich beim Pool geblieben bin und ich bin stolz darauf, dass ich mich nicht von dem Gerede anderer habe beeinflussen lassen und meine eigenen Entscheidungen und Erfahrungen, bezüglich der Wanderung, getroffen und gemacht habe.

Es war ein wunderschöner, unvergesslicher Ausflug und er hat sich in jeder Hinsicht gelohnt. Ich habe neue Leute kennengelernt. Ich bin braun geworden (XD). Ich habe etwas von Costa Rica gesehen. Ich habe die „Bubbel“, die der Campus für uns Schüler darstellt, verlassen und, am wichtigsten, ich habe Spaß gehabt und einfach mal abschalten können.

City Tour nach San José

Es war unglaublich interessant San José auf diese Weise, mit einer Bus-Tour, kennenzulernen. Es war keine langweilige, öde Bus-Tour. Es gab was zu trinken, typischem Guanábana Saft (seeeehr zu empfehlen), was zu essen, verschiedene Besichtigungen und live Tico Musik. Es war wirklich, wie für uns Schüler gemacht.

Wir sind direkt hier an der Schule von dem Touribus abgeholt worden und hatten ihn ganz für uns alleine. Das erste, was wir uns angeguckt haben, war das National Stadium von Costa Rica. Wir durften sogar da rein und haben dann durch Zufall den Costa Ricanischen Läufer getroffen, der bei den Olympischen Spielen gelaufen ist, und gerade trainiert hat. Danach sind wir zu dem ehemaligen Flughafen gefahren, der nun aber ein Kunstmuseum ist. Darin befindet sich ein Raum, dessen Wände voll mit Fresken sind, die die Geschichte von Costa Rica erzählen. Es war wunderschön. Später hatten wir noch Zeit uns im Museum umzugucken, der Rest war aber mehr wie in einem richtigen Kunstmuseum und nur für wirklich Kunstinteressierte interessant.

Als wir wieder im Bus fahren ist ein Mann mitgefahren, der uns dann bis zum Ende begleitet hat. Er hat Gitarre gespielt und typische Tico-Songs gesungen. Dazu haben wir dann Rasseln bekommen und konnten ihn begleiten.

Zwischendurch hat der Tourguide uns immer wieder Kleinigkeiten erklärt und erzählt. Er hat ein Jahr in Deutschland gelebt und konnte etwas Deutsch, was er dann unbedingt mit mir auffrischen wollte. Wir haben uns Nett unterhalten und am Ende habe ich von ihm noch eine Rambutan (sowas ähnliches wie eine riesen Litschi) geschenkt bekommen, die ich noch nie vorher gesehen hatte, aber sofort geliebt habe.

Irgendwann haben wir einen Stopp an einem großen Platz gemacht und es gab einen kleinen Snack für uns. Gleich neben an war ein großer Gift-Market. Er war wunderschön, hatte viele handgemachte Sachen, aber leider hatten wir zu wenig Zeit und ich bin nicht mal mehr über den Anfang hinausgekommen, weil ich überall stehen bleiben musste. Wir, also Linh (meine Roomie aus Vietnam), Bea ( aus Thailand) und Ana (aus Israel) wollen aber unbedingt nochmal dahin zurück und dann auch gleich Chinatown mitnehmen, woran wir kurz vorher vorbei gefahren waren.

Leider war das Wetter nicht sooo gut. Es war richtig kalt, also wir hatte immer noch 20°C oder so, was für hiesige Verhältnisse aber kalt ist und es war mega windig, was das Ganze nicht besser gemacht hat. Trotzdem hatten wir aber ganz viel Spaß, haben viel gelacht und San José, als Hauptstadt kennengelernt.

Angekommen

Die erste Woche ist nun vorbei und sie war unbeschreiblich, intensiv, voller Emotionen, Gesprächen, Geschichten und mit wenig Schlaf.

Wir hatten viele Meetings über „Residential Life“, die Schulfächer und all das was auf uns zukommt. Ich habe meine Meinung nicht geändert und fühle mich hier super wohl, trotz der vielen Spinnen, an denen ich mutig im Bogen drum rum laufe XD

Anto, Linh und ich, wir haben in unserem Zimmer etwas umgebaut, die Betten und Nachtschränke verschoben und alles dekoriert. Wir haben jetzt viel mehr Platz und es ist viel gemütlicher. Ich fühle mich richtig wohl. Wir wollen noch eine Lichterkette kaufen und die dann im ganze Raum an der Wand entlang aufhängen, aber bisher haben wir noch nirgendwo eine kaufen können. Nicht mal mehr bei dem Chinesen, nicht weit vom College, gab es eine….

Nach dem Camp in Roblealto, war es ein richtig schönes Gefühl wieder auf dem Campus zu sein. Es ist unglaublich, wie schnell man sich irgendwo eingewöhnen und wie zu Hause fühlen kann, wenn da die richtigen Leute sind und man selbst sich seinen eigenen Platz gestalten kann.

Heute (Montag, 22.08.16), musste ich um 7 Uhr morgens zum Fingerabdrücke machen, um in den Costa Ricanischen Akten aufgezeichnet und identifizierbar zu sein. Das Ganze hat fast 5 Stunden gedauert, bis alle aus dem heutigen Rutsch durch waren, aber jetzt ist der erste Schritt für das Visum hier getan.

Als ich wieder da war habe ich mich mit Qëndresa (meine Tutorin) getroffen, um mit ihr meine Fächerwahl zu besprechen und erstmal festzulegen. Wir haben dann aber noch einen Monat Zeit, indem wir wechseln oder andere Kurse ausprobieren können. Meine Fächer sind jetzt erstmal:

Deutsch self-taught – SL

Französisch B – HL

Environmental Systems and Societies in Spanisch – SL

Biologie – HL

Chemie – SL

Mathe – HL

Morgen haben wir eine Tour nach San José, der Haupstadt von Costa Rica, davon gibt es dann auf jeden Fall auch ein Bericht und Fotos dazu. Ich freue mich darauf 😀

Ansonsten geht es mir sehr gut. Es ist wirklich eine wunderschöne Erfahrung. Costa Rica ist super schön, alle sind ganz offen, man kann überall dazu gehen und mitreden und keiner wird verurteilt, bevor man ihn überhaupt kennt. Ich vermisse zwar meine Familie und meine Freunde, aber Gott sei Dank, gibt es heutzutage ja sowas wie Skype und Whats App, wodurch auch das kein Problem ist. Was würde ich nur ohne sowas tun….

Zimmer
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Campamento Roblealto

Samstag war es soweit. Das bekannte und allseits freudig erwartete Firstyears-Camp stand an der Tagesordnung. Am Samstagmorgen ist die ganze Schule samt Lehrern, Tío und Tías in das Camp Roblealto gefahren.

Nach etwa einer Stunde Bustour, die ich in ständiger Angst verbracht habe irgendwo mit irgendjemanden zusammen zu stoßen oder jemanden zu überfahren, sind wir am Camp angekommen. Es liegt etwas in den Bergen, nahe Heredia, und ist relativ groß. Es gibt viel, größere und kleinere Hütten, eine Mensa, ein großes offenes Versammlungsgebäude, das wie ein großer Balkon aussah, ein Fußball- und Basketballfeld und einem Pool, samt Wasserrutsche. Drum herum ist wilde Natur, also Dschungel.

Vor unserer Abreise haben uns noch alle gewarnt, dass es bisher immer wenn sie da waren, es geregnet hat und, dass es mega kalt wäre, weil es so hoch ist. Als wir da ankamen hat die Sonne geschienen und es war seeeeehr warm. Da verliert man ja schon iwi das Vertrauen in seine Secondyears….

Wir haben viele Spiele gespielt, hatten aber auch viel Freizeit, konnten uns besser kennenlernen und weiterhin in Costa Rica ankommen. Ich habe mit einer Gruppe von Firstyears die Umgebung erkundet, während andere in den eiskalten Pool gesprungen sind. Abends gab es das Highlight des Wochenendes, unser erstes Open Mic. Jeder der wollte, konnte was aufführen und sogar unsere Lehrer haben uns alle überrascht und was vorgetanzt. Es war unglaublich lustig und wir hatten mega viel Spaß.

Umso später es wurde, umso kälter wurde es dann auch. Ich habe im langen Schlafanzug, mit Pullover und Kuschelsocken, eingewickelt in einer Decke, im Schlafsack geschlafen. Und so war es auch gut. Ich hab wie ein Stein geschlafen.

Am Sonntag sind wir am späten Nachmittag wieder zurückgekommen und haben erstmal alle geduscht. Wir waren alle sehr müde, aber glücklich. Es war wirklich ein sehr schönes Wochenende und langsam findet man heraus, wer schon zu den Freunden gehört und mit wem man gerne etwas unternimmt.  Das Camp hat also alle seine Zwecke erfüllt. Wir waren mal weg vom Campus. Wir haben uns aneinander gewöhnt und uns kennengelernt. Wir haben den Campus als unser Zuhause akzeptiert.

Die ersten 48 Stunden

Sonntag früh ging es los. Ich war die letzte die unser Haus verlassen hat und durfte es zum letzten Mal abschließen. Der Abschied ist schwer gefallen. Viele Tränen sind geflossen und obwohl ich noch gar nicht weg war, habe ich doch alle schon vermisst.

Die Reise war anstrengend, besonders der 10 Stunden Flug von Amsterdam nach Panama.  Ich habe am Fenster gesessen und hatte einen wunderschönen Blick auf den Ozean. Hätte ich nicht gewusst, dass unten unten ist und oben oben, hätten wir auch auf dem Kopf fliegen können und keinem wäre es aufgefallen. Wasser und Himmel sind miteinander verschmolzen und eins geworden, es gab keinen Horizont, nur grenzenloses blau.

 In Amsterdam habe ich durch Zufall meinen Buddy, Omar aus Oman, getroffen. Er wusste wie ich aussehe und hat mich dann angesprochen. Er ist sehr nett und so war ich den Rest der Reise nicht alleine. Als wir in Costa Rica gelandet sind gab es glücklicherweise keine Probleme mit der „Immigration“ oder meinem Gepäck.

Am Flughafen haben dann zwei Secondyears und ein Lehrer auf uns gewartet und uns sofort in den Arm genommen. Ich war super aufgeregt und unendlich froh endlich da zu sein. Ich wollte nur noch schlafen, was nach über 24 Stunden ohne Schlaf auch verständlich ist denke ich. Leider mussten wir dann aber noch zwei Stunden auf den Bus warten, der uns zum College bringen sollte. Er war schon ohne uns gefahren, weil wir Verspätung in unserem letzten Flug gehabt haben und dann andere schon vor uns gelandet sind und der Bus dann voll war. Irgendwann gegen 23 Uhr Ortszeit sind wir dann am College angekommen. Es war dunkel und wir konnten nicht viel davon sehen, aber überall waren Leute und haben uns begrüßt. Meine Seconyears, Nina und Ann-Katrin, haben mich dann auf mein Zimmer gebracht, wo ich nachdem ich meine Roomies begrüßt und schnell geduscht habe, sofort Tod ins Bett gefallen bin, nur um 3 Uhr morgens (11 Uhr morgens in Deutschland) wieder aufzuwachen. Zum Glück konnte ich aber wieder einschlafen und dann sogar so lange, dass ich das Frühstück verpasst habe.

Der Campus ist unglaublich schön, Er ist sehr lang und super grün. Es riecht ganz anders, als in Deutschland, nach Dschungel, was irgendwie geheimnisvoll und aufregend ist. Überall sind irgendwelche Geräusche, von Vögeln, Grille und was was ich alles, die ich noch nie vorher gehört habe. Überall gibt es irgendwelche Sitzgelegenheiten, wie Steinbänke und Tische, und Hängematten. Wir können immer, außer es regnet (was es bis jetzt noch nicht getan hat), draußen essen. Alle sind super nett und offen. Jede Stunde treffe ich neue Menschen und versuche mir, erfolglos, deren Namen zu merken.

Montag, war noch ein weiterer Ankunftstag, also hatten wir kein großes Programm, nur draußen ein paar spiele und einfach Zeit für uns zum  ankomme, auspacken und alles kennenlernen. Abends sind alle deutschen nach Santa Ana, in eine Pizzeria, gegangen und haben da Abendbrot gegessen. Es war sehr schön so unter sich zu sein, um einfach mal abzuschalten und zu erfahren was es zu beachten gibt, was für Tipps unsere Secondyears uns geben können und wie es für sie ist nun ein Secondyear zu sein.

Heute (Dienstag) ging es dann mit dem „Orientation Program“ los. Die verschiedenen Mitarbeiter (Tíos und Tías), die Schulleitung und UWC Costa Rica wurden uns vorgestellt, wir haben eine zweite E-Mail Adresse vom College bekommen und wurden am Ende in unsere „Tutor Groups“ eingeteilt, mit denen wir über das Jahr viel unternehmen werden und an die wir uns immer wenden können. Mein Tutor ist aus dem Kosovo und scheint sehr nett und lustig zu sein. Sie ist auch die Lehrerin für Wirtschaft. Später haben wir Hausweise noch ein Treffen um administratives zu klären, eventuell ein Konto zu eröffnen und um unsere Dokumente durchzugehen. Danach werde ich mit Omar einen Smoothie trinken gehen und er zeigt mir etwas Santa Ana.

Ich bin also sehr gut hier angekommen und komme gut zurecht. Es ist nicht einfach so weit weg von zu Hause zu sein, aber jeder hier ist bereit zu helfen und man ist nie allein. Ich bin gespannt was die nächsten Wochen so bringen werden und  hoffe ich komme weiterhin gut zurecht und werde die richtigen Entscheidungen (bezüglich Fächerwahl u.Ä.) treffen.

Abschied. Kofferpacken. Vorfreude.

Rein und wieder raus. Hoch und wieder runter. Zu schwer. Passt, alles perfekt, dann shit die Shampoos fehlen.  Den ganzen Tag habe ich mit Kofferpacken verbracht. So anstrengend hatte ich mir das Ganze nicht vorgestellt. Immer wieder musste ich Entscheidungen treffen (welchen meiner zwei Lieblingspullis nehme ich mit?) und Sachen aussortieren, umpacken, rollen, stopfen und quetschen. Im Endeffekt, sieht es jetzt so aus, dass sich die Gummibärchen in den Schuhen befinden, PickUp’s überall einzeln verstreut sind und für meine Katze (ein Kuscheltier) kein Platz mehr ist. Ich muss am Flughafen dann also mit großen Kinderaugen darauf hoffen, dass meine Katze als ein nicht erlaubtes 2. Accessoire durchgeht.

Letzten Sonntag (7.08.16) hatte ich meine kleine Abschiedsfeier. Es war schön sich auf diese Weise von allen meinen Freunden zu verabschieden. Alle haben wundervolle Abschiedsgeschenke mitgebracht und mir super liebe Worte mit auf den Weg gegeben. Viele davon habe ich in meine kleine Erinnerungsbox getan, zusammen mit knapp 200 Fotos, und werde ich sie mit nach Costa Rica nehmen, um die wundervolle Zeit hier zu Hause nicht zu vergessen.

Morgen früh (Sonntag, 14.08.16) geht es los. Ich fliege von Bremen, über Amsterdam und Panama. Abends um 19:15, wenn alles glatt läuft, lande ich dann in Costa Rica. Unterwegs treffe ich schon auf einige meine Co-years und auf meinen Buddy, Omar aus Oman. Ich weiß auch schon in welchem Wohnhaus, El Coco,  auf dem Campus ich wohnen und leben werde und wer meine Roomies sind, die Seconyear Antonella aus Argentinien und Lhin aus dem Vietnam, auch ein Firsty, wie ich. Ich freue mich schon mega und so langsam kommt die Aufregung. Alles, bis auf das Handgepäck, ist gepackt. Die letzten Verabschiedungen laufen. Nicht mehr lange und etwas vollkommen Neues und Spannendes wird beginnen. Der nächste Beitrag wird schon nicht mehr aus Deutschland kommen…

Packen abgeschlossen!!