Überraschuuuuuung!!!!

Jetzt bin ich Weihnachten doch zu Hause und kann das Fest mit meinen Liebsten verbringen. Am Samstag den 10.12. (ich weiß, das ist schon wieder etwas her) bin ich abends in den Flieger gestiegen, traurig aber auch sehr glücklich. Eigentlich war es mein Plan gewesen alle zu überraschen und niemandem etwas von meinen Reiseplänen zu erzählen, leider gab es aber ein paar Komplikationen und ich musste am Ende doch meinen Vater einweihen. Für den Rest blieb es aber eine Überraschung. Sonntag (11.12.16) hat mein Vater meine Mutter dann unter dem Vorwand sie ins Theater einzuladen mit zum Flughafen gebracht, wo sie mich dann beide abgeholt haben. Ich habe mich unglaublich gefreut sie wiederzusehen.

Zu Hause, ist meine Mutter dann meinen Bruder Marvin abholen gegangen, der noch bei einem Freund war und absolut nichts geahnt hatte. Wir haben in seinem Adventskalender die Süßigkeiten durch einen Zettel ausgetauscht, auf dem stand, das Geschenk wäre unterm Weihnachtsbaum und da saß ich dann auch tatsächlich. Als mein Bruder dann kam und mich dort sitzen sah, konnte er es gar nicht glauben und es hat einen Moment gedauert bis er verstanden hat. Er hat sich ganz doll gefreut und hatte sogar Tränen in den Augen. Das war mit der schönste Moment seit meiner Ankunft.

Leider hab ich ziemlich viel zu tun über die Freien, trotzdem versuche ich aber die Zeit mit Familie und Freunden so gut wie möglich zu nutzen und genieße jeden einzelnen Moment.

Jetzt habe ich schon 1/4 meiner ganzen UWC Zeit rum… Es ist unbeschreiblich schnell gegangen und war voller aufregenden und lustigen Momenten, aber auch stressigen und manchmal enttäuschenden. Ich habe viel über mich selbst gelernt, bin Meister im Improvisieren und Power-Nappen geworden und habe wundervolle Menschen kennengelernt. Mich bei UWC zu bewerben war wirklich die beste Entscheidung die ich hätte treffen können. Ich bin so dankbar für die unglaubliche Arbeit die sowohl das Stiftungsbüro, das national Komitee, als auch all die Freiwilligen leisten, um mir und allen anderen Stipendiaten diese große Chance zu ermöglichen.

Danke und frohe Weihnachten an alle Unterstützer, Leser, Freunde und Familie…

Christmas residence outing und Secret Santa

Am Montag vor den Ferien hatten wir unser letztes Residence Outing für dieses Jahr. Wir sind alle zusammen zu Rollolado gegangen, eine kleine Eisdiele in Santa Ana. Rollolado ist aber nicht irgendeine Eisdiele mit irgendeinem Eis, sondern dort wird das Eis gerollt und in Röllchen serviert.

Wir konnten live zu sehen wie sie unser Eis gemacht haben und es war super cool. Naja, preislich gesehen war es schon ziemlich happig aber es war trotzdem eine einmalige Sache, die ich sonst so vorher nur im Fernsehen gesehen habe.

Während wir auf unser Eis gewartet haben, haben wir Secret Santa gemacht, also gewichtelt wie man so schön auf Deutsch sagen würde. Es war unser kleines Nikolauswichteln, nach Weihnachten machen wir dann ein „großes“ Wichteln. Aus diesem Grund hat auch noch keiner erfahren wer sein Christmas Buddy ist. Ich habe Oreos, Kräcker und Geld für eine Eis von JD (einem unserer RCs) bekommen. Da wusste also jemand von meiner Vorliebe für Eis XD. Außerdem war da noch eine super liebe Karte bei, auf der stand allerdings „meine liebe Roomie“, sodass ich wusste das mein Christmas Buddy entweder Anto oder Linh war. Später kam Anto dann zu mir und meinte es tut ihr soooo leid, weil sie sich verschreiben und damit verraten hat, aber das es ihr erst zu spät aufgefallen ist. Trotzdem war ich überglücklich über mein kleines Geschenk.

Danach haben wir alle unser Eis und das Beisammensein genossen. Die erste Weihnachtsstimmung war aufgekommen, auch wenn ich trotzdem noch in Shorts und T-Shirt draußen rumgelaufen bin. Die letzte Schulwoche ist angebrochen und alles lief etwas entspannter. Wir haben uns alle auf die Ferien gefreut und konnten es kaum noch abwarten nach Hause, an den Strand oder sonst wohin zu fahren.

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Alice im Wunderland

Am letzten Samstag vor den Ferien, wo wir noch alle zusammen waren, Bea, Linh und ich, sind wir ins nationale Theater von Costa Rica gegangen und haben uns das Ballett von Alice im Wunderland angesehen. Vorher waren wir noch eine Kleinigkeit essen und bei Starbucks, weil ich unbedingt den Pumkin Spice Latte probieren wollte, der dann natürlich alle war…

Das Ballett war richtig schön und das Theater ist mega alt und pompös. Es hat all die Ränge, wie früher, goldene Verzierungen, einen riesen Kronleuchter und ein Gemälde an der Decke. Es war für uns alle das erste mal, dass wir in so einem Theater waren und den Anblick werden wir so schnell nicht vergessen. Es war schön mal wieder auszugehen, zusammen einfach die weihnachtlich erleuchteten Straßen zu bewundern und das IB für ein paar Stunden zu vergessen. Ich liebe diese kleinen gemütlichen Auszeiten und werde sie später auf jeden Fall vermissen.

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Refugio Herpetológico de Santa Ana

Oh man, das ist schon wieder 1 1/2 Wochen her… Ich glaube unter meinem Bett wohnt ein zeitverschlingendes Monster. Naja, auf jeden Fall hab ich an dem Samstag vor zwei Wochen (26.11.16) endlich mal ein bisschen Zeit gefunden, wo ich dann mit meiner geliebten Secondyear Ann-Katrin zum Refugio in Santa Ana gefahren bin. Das ist eine Auffangstation für Tiere, die man Besuchen kann und dann durch einen kleinen Eintrittspreis und mit Spenden finanziert.

Es war ein sehr schöner kleiner Ausflug. Wir haben eine Führung bekommen, auch wenn wir nur zu zweit waren und durften die Tiere zum Teil halten oder streicheln. Es war sehr schön zu sehen, wie all diese Tiere wieder so aufgepäppelt werden konnten und ihr Leben nun doch eine gute Wendung genommen hat. Viele von ihnen sind durch Misshandlung von uns Menschen ins Refugio gekommen, einige wenige durch  Geburtskrankheiten, die sie alleine in der Wildnis überlebensunfähig gemacht haben.

Ich war überrascht wie gut sich die Mitarbeiter auskannten, viele von ihnen Freiwillige, und wie ordentlich doch alles aussah. Es war aber auch erschreckend zu hören was vielen der Tiere zugestoßen ist, das keiner dafür bestraft wird, ist eigentlich eine Frechheit. Wir Menschen biegen uns die Natur und alles so zurecht wie wir es brachen und machen uns alles so einfach wie möglich, dabei ist es und egal was mit dem Rest passiert. Es sollte viel mehr Refugios geben, damit auch all die anderen Tiere, mit ähnlichen schrecklichen Schicksalen, die Möglichkeit haben noch ein gutes weiteres Leben zu führen. Viel wichtiger ist dann aber, dass Tiermisshandlungen aufhören, denn auch wenn es für einige schwer vorzustellen ist, sie waren schon vor uns hier, sie können ohne uns Leben, aber können wir es ohne sie?

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Mein Blind Date ♥

Bin ich soooo tief gesunken, dass ich jetzt schon auf Blind Date suche gehe? NEIN, die Blind Dates sind wohl einer der schönsten Pass-Downs hier am UWCCR. Jeder Secondyear, wird einem oder zwei Firsties zugeteilt, möglichst welche, die er noch kaum kennt. Wir Firstyears wussten zwar das es ein Blind Date geben würde und hatten auch das Datum dafür, hatten allerdings keine Ahnung davon wer unser Blind Date sein könnte. Wir haben dann immer kleinen Notizen und Geschenke bekommen. Mein Blind Date hat mir eine Rose geschenkt und eine Karte oder hat mich auf Schnitzeljagd geschickt. Am Ende der Schnitzeljagd habe ich dann eine Notiz gefunden, die mir gesagt hat wann ich wo sein und was ich anziehen soll (zum Glück normal, andere mussten sich Superheroish oder als opposite gender anziehen, was definitiv ein hingucker und sehr lustig war XD.

Leider mussten wir die Blind Dates, dank Hurrikan Otto um eine Woche nach hinten verschieben und wir mussten uns alle doch noch mehr gedulden um herauszufinden wer unser Date war. Dann aber saß ich irgendwann am richtigen Ort zur richtigen Zeit, bereit abgeholt zu werden. Als Janna, meine österreichische Co-Year dann kam, war ich erst überrascht und dann noch mehr als sie mir eine Augenbinde umgebunden hat. Ich wurde dann etwas durch die Irre geführt und später meinem Blind Date übergeben, von dem ich immer noch nicht wusste wer es war, ob männlich oder weiblich. Ich wurde in ein Zimmer geführt, wo ich mich dann setzen musste. Das war der Moment wo mein Blind Date dann enthüllt hat wer er ist. Es war Noman aus Pakistan. Wir sind dann zusammen zur Caff gegangen, haben Essen geholt und sind wieder zurück in sein Zimmer gegangen, was er voll schön hergerichtet hat, mit Luftballons und Lichterketten. Dort haben wir dann gegessen und ganz viel geredet. Am Ende hat er mich noch auf ein Eis eingeladen in Santa Ana. Das war ganz witzig, weil sein Kreditkarte nicht funktioniert hat, die ist nämlich ein Tag vorher abgelaufen (wie das Schicksal es so will), das haben wir allerdings erst gemerkt als, wir auch beim zweiten Laden kein Glück hatten. Wir haben am Ende aber doch unser Eis bekommen, weil wir das Glück hatten, dass hinter uns an der Kasse ein Mann stand, der unsere Situation mitbekommen hat und dann partout unser Eis bezahlen wollte. Es war eine wunderschöne nette Geste und auch wenn wir das ganze eigentlich nicht annehmen wollten, hat er kein nein akzeptiert. Das nenn‘ ich  mal Weihnachten!

Während wir unser Eis, was dank des Mannes irgendwie noch besser geschmeckt hat, gegessen haben, sind wir noch etwas in Santa Ana spazieren gewesen. Zurück auf dem Campus hat er mich nach Hause gebracht, so wie es sich gehört :D. Es war ein wunderschöner Abend, lustig und einfach genau richtig.

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HIV Day 2016

Heute (01.12.) ist World HIV/Aids Day 2016. HIV ist ein globales Thema und Problem. Um unseren Respekt und Solidarität gegenüber den Betroffenen zu zeigen, haben wir alle die rote Schleife, das Symbol für den Kampf gegen Aids und damit auch für Aufklärung, Entwicklung und gegen Vorurteile, getragen.

Wie ist es möglich, dass durch ein kleines Testergebnis, ein Wort, positiv oder negativ, das ganze Leben sich ändern kann? Das hier geht an alle HIV positiven, an jeden der sojemanden kennt, jeden der sich interessiert, vor allem aber auch an jeden überhaupt. Menschen die HIV positiv getestet werden, sind vor wie nach dem Test exakt die gleichen Personen und nicht das Testergebnis zerstört ihr Leben, sondern ihr Umfeld, ihre Freunde und Familie, diejenigen die sich durch ein noch so kleines Wort abwenden und abschrecken lassen. Weder Menschen mit Aids haben sich Aids ausgesucht, noch hat sich Aids die jeweiligen Personen ausgesucht, es passiert einfach. Und das ist dann nicht der Zeitpunkt wo man jemanden alleine lässt, weil man aus Ungewissheit nicht mit der Situation umgehen kann, das ist der Zeitpunkt an dem man auf die Menschen zugeht, bei ihnen ist und ihnen zeigt: Hey du bist immer noch einer von uns!

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