Festival de la cebolla!!

Cebolla? Warte, war das nicht Zwiebel? Ehmmmm, jaaaaa genau, Zwiebel Festival, hier in Santa Ana. Ich habs bis jetzt noch nicht verstanden, und es kann mir auch keiner der Ticos hier erklären,aber Santa Ana ist für Zwiebeln berühmt. Warum auch nicht, egal ob gerieben, getrocknet, geschmort oder gebraten, im Salat, in der Soße oder doch nur im Garten. Sie ist niemals wegzudenken, hilft gegen Ohrenschmerzen und allerlei Leid, vertreibt aufdrinlgiche Liebhaber mit süßem Mundgeruch und in wohliger Wärme, die Dämpfe sich vereinen und zu einem großen Orchester sich formen. Mit einem groooooßen Puuuuuuups, ist das ganze dann doch wieder schnell vorbei und Ruhe und Zufriedenheit kehren ein…

Und wenn das noch nicht genug Beweise sind, dafür wie wichtig die Zwiebel uns ist, dann denke man bitte and die vielen, vielen Male die wir weinend, schluchzend und heulen zubringen, wenn dieses arme, unschuldige, willenlose Gemüse zerhackt und zerstampft wird!

Hab dich lieb Zwiebel, genieße dein Fest! ♥

Hairspray – Das UWCCR Musical

Wochenlang geprobt und vorbereitet. Geschwitzt, gelernt, gesungen, getanzt. Und dann: tadaaaaaa!!! Es war soweit. Das alljährliche UWCCR hauseigene Musical stand vor der Tür. Dieses Jahr wurde Hairspray performt und ich muss sagen, es war großartig!

6 wundervolle Secondyears haben Stunden und Tage damit zugebracht dieses Ereignis zu planen und dann in die Tat umzusetzen. Das ganze Musical ist eine schülereigene Produktion, von den Kostümen, über das Bühnenbild, bis hin zum Drehbuch. Da kann ich nur sagen, Hut ab!

Am Anfang des Jahres schon, im September, ging es los mit dem Vorsingen und den Rollenverteilungen, Proben jede Woche, bis es nun, kurz vorher, tägliches üben gab. Aber am Ende hat sich all die Arbeit gelohnt, denn die Aufführung, wo natürlich die ganze Schule mitgekommen ist, war mega. Viele Freunde, und auch Linh meine Roomie, haben mitgespielt und einem Charakter ihre Stimme gegeben. Ich kann gar nicht genau ausdrücken, wie stolz ich auf sie bin und ich freue mich jetzt schon auf das nächste Musical, nächstes Jahr. Mal gucken welches es wird…

Vamos a la playa, oh o-o-o oh!

Kaum waren wir von der Service Week zurück, ging es Samstag um 4 Uhr morgens wieder los. Das bedeutete für mich: kein Schlaf sondern auspacken, waschen, trocknen und wieder packen. Unser großes Residence Outing stand an. Wir sind alle zusammen nach Manzanillo, im Süden des Landes, an der Karibik, gefahren. Natürlich um dort an den Strand zu gehen und uns nach der anstrengenden Arbeitswoche zu entspannen.

Auf dem Weg dorthin haben wir einen Stopp in Cahuita gemacht, ein wunderschöner Nationalpark, der für seine Strände und Artenvielfalt bekannt ist. Wir haben dort 2 Stunden lang am Strand pausiert und sind dann weiter südlich gefahren, bis wir in Manzanillo angekommen sind. Wir sind auf einem kleinen Campingplatz untergekommen und haben auf 3 Bungalows aufgeteilt gewohnt. Gleich gegenüber war ein Pool, wo wir nach unserer Ankunft erstmal kopfüber reingesprungen sind.

Nachmittags sind wir in Manzanillo an den Strand gefahren, haben die Ruhe genossen und den Sonnenuntergand bewundert. Den Abend haben wir dann am Pool verbracht und “Werfolf“spielend.

Der nächste morgen ging dann mich und einige andere früh los, denn wir waren für das Frühstück verantwortlich. Es war richtig lustig zusammen zu kochen und das Essen war einfach unglaublich. Ich habe es ungemein genossen mit den Coco-Mädels zu kochen und denke wir sollten das unbedingt öfter machen. Danach haben wir ganz schnell unsere Sachen zusammen gesucht und sind nochmal für 1 ½ Stunden nach Punta Uva an den Strand gefahren. Es war eine wunderschöne kleine Ecke, Von vielen Palmen umschlossen und von zwei Felsklippen, rechts und links, eingeschlossen. Im Wasser, so in 2m Tiefe (mal mehr mal weniger), waren immer mal wieder Felsen, so dass Phia und ich beschlossen haben uns an einem der kleinen Stände an denen wir zuvor vorbeigekommen waren, eine Taucherbrille und Schnorchel zu leihen. So ausgestattet sind wir dann wieder ins Wasser gewatschelt und was wir dann entdeckt haben, hat uns da kaum wieder rausbekommen. Wir sind immer wieder runtergetaucht und konnten uns gar nicht satt sehen an den Korallen und „Algen“, die zwar nicht unbedingt super Farbenfroh waren aber dafür von vielen verschiedenen Fischen umschwommen waren. Große blaue, kleine schwarz-gelb gestreifte, graue, gelbe und viele mehr sind bis auf 1 ½ Meter an uns rangekommen, und für jemanden wie uns, die noch nie so etwas gesehen haben, ist es wie in Aquarium einzutauchen und darauf los zu schwimmen. Ich kann mir gar nicht vorstellen wie ein richtiges Korallenriff dann auf mich wirken soll, wenn dieses mich  schon völlig fasziniert hat…!! Das ist etwas was ich auf jeden Fall hier in Costa Rica noch machen möchte, ein richtiges Korallenriff erkundigen, vielleicht sogar mit einem kleinen Tauchlehrgang…

Als man uns dann aber doch irgendwann aus dem Wasser rausbekommen hat, sind wir zurück zum Campingplatz gefahren, sind noch einmal in den Pool gehüpft, haben geduscht, gepackt und Mittag gegessen, und sind dann den Heimweg wieder angetreten.

Es war ein wundervolles Outing und wird mir für immer so in Erinnerung bleiben… ♥

Service Week ’17 – Horizontes

Vom 21.02 bis 24.02 war es endlich soweit, Service Week war da!! Ich bin mit einer Gruppe von insgesamt 16 Leuten (13 Schüler und 2 Lehrer+Thirdyear) nach Horizontes gefahren. Das ist eine kleine experimentelle Station im Trockenwald, ganz im Norden, am Pazifik, von Costa Rica.

Wir sind morgens um 5 Uhr mit dem Bus losgefahren und waren irgendwann gegen Mittag da. Die meisten von uns haben im Bus geschlafen und als wir dann aufgewacht sind, dachten wir im ersten Moment wirklich wir wären  nicht mehr in Costa Rica, sondern wären irgendwie durch Teleportation in Mexiko oder Texas gelandet. So sah das ganze draußen nämlich aus und nicht mehr so grün wie wir es gewohnt waren. Es war auch entsprechend heiß und im ersten Moment hat die Hitze uns erschlagen. An dem Nachmittag haben wir noch nicht groß etwas gemacht. Uns wurde eine kleine Rede gehalten über den Hintergrund  für die Station Horizontes, über weitere Reservate drumherum und über die Arbeit die wir in den nächsten 2 ½ Tagen leisten würden. Horizontes ist eine Aufforstungsstation, die versucht den Trockenwald wieder zu bewalden und auszubreiten, um auf diese Weise das Land dort zu kühlen und vielen Lebewesen wieder ein geschütztes Habitat zu geben.  Danach, vor dem Abendbrot, sind wir noch eine Runde wandern/spazieren gegangen. Eigentlich wurde uns gesagt der Weg wäre ein kleiner 3 Km langer Rundgang und es wäre unmöglich sich zu verlaufen, wenn man immer rechts geht. Nachdem wir dann aber schon 6 Km unterwegs waren haben wir angefangen an dieser Aussage zu zweifeln. Wir waren irgendwo mitten im Wald und es wurde im Dunkler, als wir an eine Abzweigung kamen die nur nach rechts oder links ging, oder halt zurück. Auf gut Glück (nach altmodischer Art, gucken wo die Sonne ist) haben wir uns dann entschieden nach rechts zu gehen und dann nach 2-3 weiteren Km sind wir doch tatsächlich zurückgekommen. Es war echt abenteuerlustig und was haben wir daraus gelernt: Hör niemals auf deine Lehrer! Denn wie wir am nächsten Tag erfahren haben, sind wir den Weg von hinten angefangen und hätten deswegen um den kleinen Rundgang zu machen immer links laufen müssen…

Abends sind wir dann alle Todmüde in die Betten gefallen, leider war aber um 6 Uhr dann auch schon wieder Frühstück, sodass die Nacht relativ kurz war. Um 7 Uhr haben wir angefangen zu arbeiten. Als erstes im Greenhouse, wo all die kleinen Sprösslinge wachsen um später dann irgendwo eingepflanzt zu werden. Es war eine sehr angenehme Arbeit, noch nicht sehr körperlich anstrengend, durch die noch nicht vorhandene Hitze gut machbar und das Beste sie verlangte absolut kein Nachdenken und Überlegen. Wir haben hunderte von Säckchen, wo normalerweise die Bäumchen drin wachsen ausgeleert, weil sie mega morsch waren, andere umsortiert und dann über 500 neue Säckchen einzeln und von Hand mit Erde gefüllt. Der Fantasie sei hier freien Lauf gelassen, wenn es darum geht sich vorzustellen wie wir hinterher aussahen. Um 12 Uhr gab es Mittagessen und dann eine kleine Pause, bis wir dann um 13:30  Uhr wieder angefangen haben zu arbeiten. Dieses mal aber wesentlich härter und in der prallen, heißen Sonne. Wir haben Blätter gekercht und Blätter gekercht und ehhhhm… Blätter gekercht bis um 4 Uhr. Und das waren viiiiiiieeele Blätter. Kein Wunder also, dass wir Abends kaum noch stehen und die Augen offen halten konnten.

Der nächste Morgen fing wieder genauso früh an wie der vorherige, anstatt aber wieder im Greenhouse zu arbeiten haben wir… Blätter gekercht. Dieses mal aber woanders wo noch viiiiielmehr Blätter lagen und wir mit 16 Mann 5 Stunden gebraucht haben um die alle aufzukerchen. Es war unglaublich anstrengende Arbeit besonders umso mehr es gegen Mittag ging wo die Sonne dann hoch am Himmel stand. Was uns das Ganze aber erleichtert hat war zu wissen, dass wir den Nachmittag über frei haben und am Strand verbringen würden!! Nachdem das erst auf der Kippe gestanden hatte, weil wir keinen Transport dorthin hatten war die Vorfreude unglaublich groß. Und es hat sich gelohnt. Der Strand, am Pazifik, war unglaublich schön, das Wasser super warm und es gab richtig große Wellen, die zwar bei Unachtsamkeit auch einen mal etwas durchs Wasser schleudern und purzeln lassen, das Ganze aber unglaublich lustig und spaßig gemacht haben. Es war ein wunderschöner Tag und wir sind als Gruppe auch echt zusammengewachsen und haben uns noch besser kennengelernt, in der kurzen Zeit.

Der nächste Tag war schon Freitag und damit unser letzter Tag. Morgens von 7 bis 11 Uhr haben wir gearbeitet. Dieses mal wieder im Greenhouse. Säckchen füllen, Erdhaufen entfernen, Bäumchen gießen und schlussendlich unser eigenes Bäumchen pflanzen, waren unsere Aufgaben. Es war noch einmal anstrengend, aber umso stolzer waren wir am Ende, als es geschafft war und wir tatsächlich sehen konnten, dass wir etwas erreicht hatten.

Nach dem Mittagessen sind wir dann unsere Reise zurück zum Campus angetreten um dann so gegen 21:30 dort anzukommen. Meine Service Week war richtig schön und ich kann sagen, dass ich stolz bin auf das was wir als Gruppe geleistet haben. Nichts bringt Menschen mehr zusammen als gemeinsame Arbeit  für ein gemeinsames Ziel, besonders wenn es dann noch zum anderer Wohl ist…

Mini Fotoshooting ♥