Rent – Das UWCCR Musical 2018

Wie jedes Jahr, ist eines der größten Events das UWCCR Musical, welches schon das ganze Jahr über von Schülern geplant, vorbereitet und geprobt wurde.  Dieses Jahr wurde das Broadway Musical ‚Rent‘ ausgewählt. Nach einem umfangreichem Casting waren alle Rollen perfekt besetzt und es stand nichts mehr im Wege. Ende März sind wir dann alle zusammen, die ganze Schule, zu einem kleinen Theather nach San Jose gefahren. Wir durften noch vor der Öffentlichkeit das vollständige Stück bestauenen und es war wirklich gut, ein voller Erfolg. Ich möchte da nun aber lieber die Bilder sprechen lassen…

Frühling findet auch hier statt….

Service Week 2018 – Las Pumas

Service Week, eine der meist erwarteten Wochen des Jahres. Dieses mal fand sie vom 19. bis 23. Februar statt. Fünf Tage irgendwo in Costa Rica, vollgepackt mit freiwilliger Arbeit, umgeben von Menschen mit denen man vielleicht noch kaum ein Wort gewechselt hat und doch so voller Lachen, interessanten Gesprächen und unvergesslichen Momenten.

Ich hatte mich dieses Jahr entschieden zu der Rettungsstation Las Pumas zu fahren. Die Hauptaufgabe dieser ist es wilde Tiere die aus den unterschiedlichsten Gründen dort hingebracht werden, sei es weil sie verletzt sind oder in Gefangenschaft gefunden wurden, wieder aufzupäppeln und dann wieder in der Wildnis auszusetzen. Dazu gibt es noch einen kleinen Bereich der für die Öffentlichkeit zugänglich ist, dort befinden sich all die Tiere die in der Wildnis alleine nicht mehr überlebensfähig sind und somit ihr Leben in Ruhe in der Station genießen. Dieser Teil wird besonders für Bildungszwecke benutzt um die Menschen über die wilden Tiere aufzuklären aber besonders um ihnen nahezulegen, dass es eben wilde Tiere sind und diese nicht als Haustiere gehalten oder mit gehandelt werden dürfen.

Die Las Pumas Service Week fing schon vor den anderen am Samstag den 17. Februar an (war dementsprechend dann auch schon am Mittwoch vorbei). Meine Gruppe und ich, wir kamen nach dem Mittagessen dort an und nachdem wir unsere Zelte draußen aufgebaut hatten und uns etwas eingerichtet hatten, haben wir erst einmal eine Rundführung bekommen. Danach war es auch schon Zeit abendbrotessen zu gehen und somit wurde am ersten Tag noch nicht gearbeitet.

Der nächste Tag ging dann früh los denn um 7 mussten wir beim 2 Km entfernten Restaurant sein wo uns unser Frühstück erwartete. Nach einen schmackhaften Stärkung waren wir dann alle bereit unseren ersten Arbeitstag anzugehen. Es gab verschiedene Orte an denen unsere Hilfe vonnöten war, darum haben wir uns in kleinere aufgeteilt. Den Vormittag über habe ich damit verbracht kleine Spuren von einem Jaguar und einem Reh auf zwei Pfade zu malen um Besuchern den Weg zu dessen Gehegen zu zeigen. Eine andere Gruppe war damit beschäftigt Essen für die Tiere vorzubereiten und eine weitere damit Warn- und Hinweisschildern zu bemalen. Es war keine anstrengende Arbeit aber dennoch waren wir alle froh als es dann irgendwann Mittagessen gab. Nachmittags haben wir alle gemeinsam Zäune repariert, vom Rost befreit und neu angemalt. Gemeinsam kamen wir schnell voran sodass wir nach 2 Stunden dann auch Feierabend machen konnten. Erschöpft aber glücklich sind wir dann zu unseren Zelten zurückgegangen wo eine kleine Überraschung auf uns wartete. Eine unserer Lehrerinnen hatte einen kleinen aufblasbaren Plastikpool gekauft in dem wir uns dann nach der Arbeit in der Hitze abkühlen konnten. Ich hätte nie gedacht, dass so eine Kleinigkeit so himmlisch sein kann…

Abends saßen wir noch alle eine Weile zusammen und haben über alles Mögliche geredet, es war wirklich entspannend und sehr interessant. Irgendwann wurden wir dann allerdings unterbrochen denn eine kleine Äffin kam uns besuchen und würde uns auch in den nächsten Tagen nicht von der Seite weichen. Wir haben sie Penelope genannt XD.

Der nächste Tag startete genauso früh wie der vorherige, bloß das wir nun nach dem ersten Arbeitstag die beanspruchten Muskeln merkten… Aber gut, beschweren half auch nicht. Nach dem Frühstück teilten wir uns wieder in Gruppen auf, da meine Gruppe mit ihrer Aufgabe vom Vortag fertig war, bekamen wir eine neue. Auf der Zufahrtstraße zur Rettungsstation befanden sich Stromleitungen und wir sollten die Pfeiler bis zu einer gewissen Höhe gelb anmalen. An sich war dies keine schwere Arbeit, leider waren wir alle zu klein um bis nach oben zukommen und mussten dadurch neben all den Farbtöpfen, Pinseln, Abklebeband und Verdünnungsmittel auch noch zwei Leitern mitschleppen (und auch wieder zurück…). Schatten gab es in diesem Bereich auch nicht sodass wir alle bis zum Ende des Tages braun gebrannt waren und komplett am Ende. Wir hatten echt unseren Spaß, haben beim Lachen aber iwi dann noch mehr Energie verbraucht.

Abends haben wir alle gemeinsam in der Küche gesessen und gaaaanz viel geredet. Gleichzeitig hat Sofia aus Costa Rica uns gezeigt wie man richtige Empanadas macht über die wir dann am Ende auch alle heißhungrig drüber hergefallen sind.

Der Dienstag war dann unser letzter Arbeitstag und der fing gleich ziemlich früh, ziemlich laut an. Als ich aus meinem Zelt stieg fand ich mich gleich Angesicht zu Angesicht mit 8 Gelbbnackenamazonen (eine grüne Papageienart) wieder, die natürlich auch für all den Lärm verantwortlich waren. Wie wir später erfuhren, hätten wir diese einfangen sollen, denn sie waren von Penelope, unserer kleinen Äffin, freigelassen worden als diese es irgendwie geschafft hatte deren Käfig zu öffnen.

Den Tag verbrachten wir damit die restlichen Zäune zu reparieren und zu bemalen, einige Steine bunt anzumalen um damit Markierungen zu legen und die letzten Hinweisschilder fertigzustellen. An sich, war dieser Tag sehr entspannt und wir waren dann auch schon relativ früh fertig, sodass wir dann den Rest des Nachmittags frei hatten. Diesen haben wir dann allerdings größtenteils verschlafen, als uns alle die Erschöpfung und der Schlafmangel der letzten Tage eingeholt hat. Abends mussten wir schon die ersten Sachen zusammenpacken damit dann am nächsten Morgen alles schnell gehen würde.

Auch wenn es der Abreisetag war, wir mussten genauso früh wie in den letzten Tagen aufstehen. Nach dem Frühstück wurden schnell die Zelte abgebaut, das Wasser aus dem Pool gelassen, das Wohnhaus geputzt und sich von Penelope verabschiedet, denn der Schulbus wartete schon um uns wieder zurück zum Campus zu bringen. Dieses erreichten wir auch kurz nach Mittag, nachdem wir noch einen kleinen Stopp zum Eis essen eingelegt hatten.

Da wir die einzige Gruppe waren die schon früher gefahren war und darum auch schon früher wieder da war, war der Campus leer und suuuuper ruhig. Diese 2 Tage bevor alle anderen wieder da waren haben wir uns dann genommen um uns zu entspannen und einfach mal die etwas mehr Privatsphäre und Ruhe in vollen Zügen genießen zu können.

Ich habe meine Service Week wirklich genossen, auch wenn es nicht immer einfach war und auch oft sehr anstrengend. Trotzdem war es eine wundervolle Gelegenheit um den Campus zu verlassen, mal etwas anderes zu machen und wirklich dasGefühl zu haben, man hilft jemandem, dass die freiwillige Arbeit die man macht einem Zweck dient.