Ein paar Bilder aus meinem ansonsten normalen Leben

October Formal….im November

Ich kann mich noch so oft entschuldigen aber ich weiß, dass das nichts an meinem schlechten Gewissen ändern wird. Es ist mal wieder so richtig viel Zeit verstrichen bis ich endlich einen kleinen Moment finden konnte um über die Ereignisse der letzten zwei Monate zu schreiben. Ich habe irgendwie das Gefühl die Uhren laufen hier alle doppelt so schnell wie Zuhause in Deutschland und der Wächter der Zeit ist gerade absolut nicht gnädig wenn es darum geht mir etwas Freizeit einzuräumen. Ich glaube hinterrücks arbeitet er mit dem gemeinen IB-Kobold zusammen und zusammen versuchen sie die Herrschaft über die Freizeit an sich zu reißen.

Na ja auf jeden Fall habe ich es jetzt geschafft ihren Fängen für kurze Zeit zu entrinnen auch wenn ich sie schon wieder dicht an meinen Fersen spüre…

Ok, jetzt aber zum wesentlichen und zu dem worüber ich eigentlich berichten wollte. Am Samstag den 18. November, hatten wir unser alljährliches ‘October Formal‘. Jaja ich weiß, ‘October‘, aber aus logistischen Gründen mussten wir es in den November schieben. Das ist wie mit dem Oktoberfest im September.

Jedes Jahr sind zwei Leute damit beauftragt dieses Event zu planen und vorzubereiten. Es ist ähnlich wie eine Motto Party oder eine Motto Ball, nur weniger groß… Unsere diesjähriges Motto war ‘The Great Gatsby‘ nach dem gleichnamigen Buch und Film. Das bedeutete dann für uns alle, dass wir uns ein ordentliches Kostüm zu recht suchen mussten.

Als dann der Abend der Abende da war und wir alle hübsch, geschminkt und froh über diese Ablenkung in Richtung des Social Centers (ein großer leerer Raum) liefen, konnte man schon von weitem die Musik der 20er Jahre hören. Es gab Leute mit wundervollen passenden Kostümen und andere die nichts im 20er Jahre Stil hatten und dann eher zu etwas schicken, modernen gegriffen habe. Ich gehörte da zur letzteren Sorte… Aber das war egal.

Natürlich wurden viele Fotos in all möglichen Konstellationen und mit allen möglichen Leuten gemacht und insgesamt war es ein wundervoller Abend. Als es dann aber immer mehr zur offenen Tanzparty über ging, habe ich dann doch ganz schnell das Weite gesucht  XD

October Break!!

Jaaa, ich weiß…. Ich werde auch nicht wieder mit irgendeiner Entschuldigung ankommen.

Ich werde nun etwas weiter zurückgreifen, so etwa anderthalb Monate, da hatten wir dann nämlich unseren heiß ersehnten ‘October Break‘, also Herbstferien. Vom 9. Oktober bis 13. Oktober konnten wir mehr oder weniger machen was wir wollen und natürlich hatten wir alle irgendwelche Pläne. Leider gab es an dem Donnerstag und Freitag davor, also eigentlich schon die ganze Woche aber an den Tagen besonders, heftige Dauerregengüsse sodass wir erstmal zwei freie Schultage hatten, aber auch den Campus nicht verlassen durften… Das ganze Land war unter höchster Alarmstufe und viele Orte sind im Wahrsten Sinne des Wortes untergegangen. Natürlich hatte dies dann auch Auswirkungen auf die sorgfältig geplanten Urlaube. Untergegangene Zielorte, weggeschwemmte Brücken, Schlammlawinen und schlussendlich überbesorgte Eltern haben vielen hier auf dem Campus einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Glücklicherweise hatte ich von Anfang an vor auf dem Campus zu bleiben um meine Arbeitsliste etwas weiter abzuarbeiten und endlich alle meine Uni Dokumente zusammenzusuchen und auszufüllen. Ich habe auch tatsächlich einiges geschafft was es mir dann später wirklich leichter gemacht hat. Den ganzen Tag auf dem Campus hocken konnte ich dann allerdings auch nicht, ich wollte ja nicht, dass mir die Decke auf den Kopf fällt. So kam es dann, dass ich mich einer kleinen Gruppe von Leuten angeschlossen habe (organisiert von Nat, meiner RC) mit der ich dann zusammen am Mittwochmorgen in einen nahegelegenen Nationalpark gefahren bin, den Parque Nacional Braulio Carrilo. Dort sind wir dann etwas wandern gewesen und haben zur Mittagszeit gepicknickt, nachmittags waren wir dann wieder zurück auf dem Campus. Es war ziemlich schön und wir hatten auch richtig glück mit dem Wetter. Es war mein erstes mal im puren Dschungel, also ohne Strand neben an. Ich habe sogar den unterschied in der Luft gemerkt!!

Am Freitag habe ich mich wieder der Gruppe angeschlossen, die dann aber aus etwas anderen Personen bestand und wir sind zusammen nach Cahuita an den Strand gefahren. Den National Park Cahuita kenne ich zwar schon aber es ist jedes mal schön wenn wieder dorthin zu fahren. Das Wasser ist mega blau und klar und super warm. Man kann Fische beobachten, Faultiere sehen und fühlt sich wie in der Karibik. Auch dieses mal hat es sich gelohnt, auch wenn wir nur einen Tag dort waren…

Mein October Break war also superschön, ruhig und wirklich zum Relaxen, zur selben Zeit aber auch effektiv und produktiv. Also genau das was ich brauchte!!

Peace One / UWC Day 2017

Am Donnerstag den 21. September war Peace One Day, der einzige Tag im Jahr an dem Weltweit Waffenstillstand herrscht. Dieser Tag ist zugleich auch UWC Day und wir feiern die Vielfalt, Frieden und Gemeinschaft. Dieses Jahr war das Thema “The Power of Diversity“. Überall an den UWCs wird dieser Tag besonders gefeiert (auch wenn wir morgens in die Schule müssen…). Hier in Costa Rica gab es abends eine Show wo viele verschiedenen Regionen Tänze aufgeführt haben, es wurde gesungen, Gedichte vorgetragen und manchmal auch bloß eine Schweigeminute eingelegt. Wir waren bei Mexico und den Erdbebenopfern, wir waren bei denen die ihr Hab und Gut durch Hurrikan Irma verloren haben und wir waren bei den Rohingya Flüchtlingen. Jeder hat weiß getragen und es war einfach eine wunderschöne Atmosphäre. Es ging an diesem Abend nicht um uns sondern um die Welt da draußen, um all die Menschen die wie wir nicht so haben feiern können, die nicht das haben was wir haben…

Erstes Coco-Outing als Secondyears

Ich weiß ich bin wiedermal spät dran, aber wir haben jetzt Herbstferien, also werde ich euch jetzt mal mit den nächsten Beiträgen updaten.

Am Sonntag den 17. September hatten wir unser erste Coco Outing dieses Schuljahr. Wir haben beschlossen, das erste Outing mit getrennten Generationen zu machen, sodass wir Secondyears uns nach den Sommerferien erstmal ordentlich austauschen können ohne das die Firstyears sich irgendwie außenvor gelassen fühlen.

Wir sind morgens gemeinsam zur Taco Bar gelaufen, mein lieblings Restaurant/Bar, etwa 15 Minuten von der Schule. Wir hatten beschlossen dort schön alle zusammen zu frühstücken und so zumindest für etwa 2 Stunden alles über das IB zu vergessen bzw. zu ignorieren.

Es war super schön, wir haben viel geredet und gelacht und das Essen war wie immer suuuuper lecker. Ich hatte French Toast mit Obst und zu trinken ein Eis-Kaffee.

Es war ein wundervoller morgen und ich hoffe wir wiederholen das Ganze bald, vielleicht zusammen mit unseren Firstyears, denn schließlich sind wir ja alle Coco-Girls…

Independence Day 2017

Ich bin mal wieder super spät dran, aber iwi kann ich das auch nicht ändern, egal wie sehr ich mich anstrenge… Na ja, auf jeden Fall haben wir jetzt das erste Highlight des Jahres hinter uns, nämlich den Costa Ricanischen Independence Day. Dieser findet immer am 15. September statt, war dieses Jahr also auf einem Freitag, was ganz schön war, weil wir dann nämlich früher Wochenende hatten XD.

In Costa Rica ist der Unabhängigkeits Tag unglaublich wichtig und wird dementsprechend groß gefeiert. Am Freitagmorgen hat eine große Parade hier in Santa Ana (der Ort wo unser UWC ist) stattgefunden. Die gesamte Ortschaft war da und alle Schulen und viele verschiedene Vereine haben an der Parade teilgenommen. Wir als UWC waren auch dabei. Jeder hatte sein nationales Kostüm an und mit unseren jeweiligen Flaggen bestückt sind wir dann losgezogen. Wir waren relativ weit hinten in der Parade aber das war uns allen egal. Wir hatten einfach nur mega viel Spaß, haben gaaaaanz viele Fotos gemacht und hatten einfach einen IB freien Moment.

Ich habe mich schon Tage vorher auf diesen Freitag gefreut, denn ich konnte mich noch genau an letztes Jahr erinnern und wie sehr ich es geliebt habe. Ich wurde nicht enttäuscht Es war wieder ein unvergessliches Erlebnis, leider war es aber auch das letzte mal das wir Secondyears dabei waren. Die Zeit bis hierhin ist unglaublich schnell vergangen und zu wissen, dass ein Viertel des Jahres jetzt schon fast um ist macht einen auch echt traurig. Alles was ich bisher erlebt habe war unvergleichlich und egal ob gut oder schlecht, es hat mich verändert und mir unglaublich viel gegeben. Ich bin immer noch ich, aber irgendwie bin ich es nicht mehr. Ich bin älter/reifer geworden und habe krass viel gelernt (jetzt nicht nur im schulischen Sinne). Mir steht im wahrsten Sinne des Wortes die Welt offen und diese Chance werde ich ergreifen!!

Ok, jetzt bin ich etwas abgedriftet, aber das musste einfach mal gesagt werden. Am besten ich lasse einfach die Bilder weiter sprechen, die glücklichen Gesichter und wundervollen Momente darauf sollten genug über diesen Tag zeigen…

♥ Mein IB-Buddy !!! ♥

Das ist wirklich eines der Besten Dinge die es hier am UWCCR gibt. Jeder Firstyear wird einem Secondyear zugeteilt und ist dann dessen IB-Buddy. Der Secondyear weiß zwar, dass er einen har, weiß aber nicht wer es ist. Die Aufgabe des IB-Buddies ist es dann dem Secondyear eine Freude zu machen, ihn/sie zu motivieren und wieder aufzubauen, wenn es mal nicht so gut in der Schule läuft. So kommt es dann, dass man von der Schule ins Zimmer kommt und eine frische kalte Kokosnuss auf seinem Schreibtisch findet oder eine große Packung Oreos mit einer süßen Notiz oder aber auch einfach nur einen liebevollen Brief.

Ich habe schon dreimal etwas von meinem IB-Buddy bekommen und liebe sie/ihn jetzt schon von ganzem Herzen. Ich weiß gar nicht wie ich die letzten zwei Wochen überstanden hätte ohne zwischendurch eine so kleine aufbauende Geste vorzufinden. Das hat das Ganze irgendwie verschönert und ein klitzekleines bisschen angenehmer. Dank IB-Buddy und hör niemals auf bei mi vorbei zu kommen!! ♥

Sports Day

Auch ein wichtiger Bestandteil der Orientation Week, ist unser Sport Day. Am Freitag, den 25. August, sind alle Residenzen gegeneinander in unterschiedlichen Disziplinen gegeneinander angetreten. El Coco ist natürlich die Beste und Schlauste, was wir besonders in den Brain-Games beweisen konnten, wenn es darum ging Äpfel zu stapeln, Papier in ein kleines Loch zu flitschen, Muttern zu stapeln, eine Liste  Lebenserhaltende Gegenstände für den Mond zusammenzustellen oder Jeopardy zu spielen. Als es dann an die sportlichen Spiele ging hatten wir leider Pech und mussten immer im ersten Spiel gleich gegen das stärkste Team ran, in beidem Basketball und Fußball. Trotz dem wir dort knapp verloren haben, haben wir richtig gut gespielt und es hat super viel Spaß gemacht. Im Anschluss haben wir alle zusammen gegrillt und es war einfach allen im allem ein wundervoller Tag, und ein ganz besonderer Abschluss der Orientation Week bevor dann am Montag die Schule losgehen sollte.

Orientation Camp – Roblealto 2017

Es tut mir unglaublich leid, dass ich so lange nichts mehr von mir habe hören lassen, aber irgendwie ist hier alles drunter und drüber gegangen und ich bin iwi in meiner Arbeit untergegangen. Aber es gibt gute Neuigkeiten, denn ich bin wieder auferstanden, für wie lange kann ich allerdings nicht sagen….

Ich werde nun also etwas weiter, es fühlt sich an wie eine Ewigkeit an, zurückgreifen, damit ihr am Ende auch wieder auf dem neusten Stand seid. Also am Anfang der zweiten Woche hier, immer noch unsere Orientation Woche, sind wir alle gemeinsam nach Roblealto gefahren. Das ist ein Camp in den Bergen etwas außerhalb von San José. Jedes Jahr in Orientation fährt die Schule dahin und es ist jedes mal ein wundervolles Erlebnis, denn dort lernt man sich am besten kennen, schließt die ersten richtigen Freundschaften und was am besten ist, man sehnt sich zurück auf den Campus, der dann schon irgendwie wie ein Stück Zuhause geworden ist.

Leider konnte ich es dieses Jahr nicht so ganz genießen, denn irgendwoher hatte ich mir eine riesen Erkältung eingefangen und hab dadurch fast das ganze Camp verschlafen. Das was ich dann aber doch mitbekommen habe war wieder wunderschön und hat mich viel an letztes Jahr erinnert, auch wenn an Stelle meiner Secondyears dort nun viele neue Gesichter deren Plätze eingenommen hatten. Wie haben viele verschiedene Spiele gespielt, hatten vor allem aber viel Zeit zum Reden und um einfach nur Nachzudenken.

Ich kann nicht glauben, dass ich dort nicht noch einmal hinfahren werde, denn ich bin nun ein Secondyear und all das was ich hier erlebe wird im Mai vorbei sein. Klar, das ist noch ein dreiviertel Jahr hin, aber nein es ist nur noch ein dreiviertel Jahr hin, ein Steinwurf, ein Katzensprung, ein Wimpernschlag…