Firsty Camp

Einzigartig an unserem UWC und von allen Firstyears immer sehnlichst erwartet, ist das Firsty Camp. Zwei Tage in den Bergen von San José, in einem wunderschönen Camp, mit einem noch wunderschönarem Ausblick, passiert das, was auf dem Campus in so einer Form nicht möglich ist. Eine ganze Generation kann sich besser kennenlernen und wird noch enger zusammengeschweißt, beweist Teamgeist, Unterstützung und große Freundschaft.

Montagmorgen sind wir früh losgefahren, hatten am Ende aber trotzdem 1 Stunde Verspätung (TicoTime XD). Wir haben dann als erstes die Hütten bezogen, wobei alle Mädchen in einer und alle Jungs in einer anderen geschlafen haben. Danach gab es den Rest des Tages verschiedene Aktivitäten, die uns zum Nachdenken gebracht haben, voller Action waren und sehr viel Spaß gemacht haben. Dabei waren wir in Teams eingeteilt und auch wenn wir einige Spiele zu Anfang alle zusammen gemacht haben, waren viele andere, am Ende, Teil eines Wettkampfes. Abends, nach dem Abendbrot, hatten wir unsere zweite Candle-Night, dieses mal aber eben ohne unsere Secondyears. Wir saßen alle im Kreis und in der Mitte war ein großes Bild aus Teelichtern. Jeder der etwas sagen wollte, konnte aufstehen, in die Mitte gehen und allen seinen Gefühle mitteilen und konnte sicher sein, dass das was gesagt wurde auch in dem Raum blieb. Candle-Nights sind eine Safe-Zone wo jeder über das sprechen kann, was ihn beschäftigt. Als wir spät abends dann die Runde auflösten und nach draußen gingen, waren wir überwältigt von dem Ausblick. Vor uns lag ganz San Jose, hell erleuchtet und ruhig. Es war unglaublich.

Am nächsten Morgen waren wieder viele Aktivtäten geplant. Dieses mal alle in unseren Teams. Es war eine Art Rallye, wo am Ende aber besonders Zusammenarbeit, Teamgeist und Motivation bewertet wurden. Jeder im Team hat eine Rolle zugeschrieben bekommen (Mutter, Leader, Teamgeist, Teilnehmer und Saboteur) und jedes Team hat ein ‘‘Baby‘‘ bekommen (eine Wasserbombe) auf die aufgepasst werden musste, weil es Aufgabe des Saboteurs war, dass Baby zu töten und dann war das Spiel verloren. Wir haben viele verschiedene Spiele und Aufgaben erfüllen müssen und es war super lustig. Wir mussten z.B. Reifen über einen 3m Pflock heben und am Ende wieder drauf setzen oder mit einem Seil auf eine 1m2 große Holzpalette springen und alle gleichzeitig darauf stehen ohne, dass einer den Boden berührt, denn dann mussten wir von vorne anfangen, oder alle nacheinander durch ein ‘‘Spinnennetz‘‘ klettern, wobei jede Lücke nur einmal benutzt werden und keiner das Seil berühren durfte, wir mussten dann also auch einige durch höher gelegene Löcher heben, oder mir mussten alle durch einen kleinen Parcours krabbeln der voller Matsch war und entsprechend sahen wir am Ende auch alle aus. Es hat mega viel Spaß gemacht (wenn man von den Eis-Duschen hinterher absieht). Das ‘‘ Baby mussten wir überall mithinnehmen und es musste alles mitmachen ohne zu sterben, was manchmal echt eine Herausforderung war, gerade auch weil wir uns alle gegenseitig Verdächtigt haben der Saboteur zu sein, denn keiner wusste welches die Rolle des anderen war. Ganz zum Schluss, haben wir allerdings herausgefunden, dass es gar keinen Saboteur gab und, dass wir alle die gleiche Aufgabe hatten, nämlich das Team zusammenzuhalten und zu motivieren, es war nur auf verschiedene Weise ausgedrückt worden.

Nachmittags hatten wir dann noch eine Aktivität, bei der zunächst alle Jungs einen Kreis um alle Mädchen gebildet haben, und wir Mädchen dann jedem Jungen ein kleines Armband gegeben haben und einfach alle umarmt haben. Die Jungs hatten dabei die Augen geschlossen. Als wir fertig waren haben wir getauscht und die Jungs haben uns Mädchen ein Armband gegeben und uns einfach umarmt ohne, dass wir etwas gesehen haben. Es war einfach wunderschön. Danach sind wir abgefahren und alle total kaputt, nach einer heißen Dusche und einer großen Überraschungsshow von unseren Secondyears, in unsere Betten gefallen.

Wir haben uns alle unglaublich wieder auf den Campus und unsere Secondyears gefreut, denn auch wenn wir erst seit etwas über 2 Monaten hier sind und da nur eine Nacht weg waren, hat es sich schon komisch angefühlt und wir haben alle sehr vermisst. Der Campus ist Zuhause geworden und die Menschen hier Familie….

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