Leider zu spät aber trotzdem gelohnt

Am Samstag (3.09.16) wollten Ana, aus Israel, Fernanda und Anís, aus Mexico und ich zur Feria Verde in San José. Das ist ein kleiner Handwerksmarkt, der hier an der Schule auch gerne Hippiemarkt genannt wird. Er ist sehr bunt und sehr vegetarisch/vegan/biologisch angehaucht. Er wurde uns von vielen unserer Secondyears empfohlen und weil wir eh nichts zu tun hatten und ich unbedingt mal veganes Eis probieren wollte, sind wir morgens losgefahren.

Als erstes sind wir mit dem Bus nach San José rein, bis zum Stadtviertel „Coca Cola“ (jaaaa, das heißt wirklich so) und haben dann versucht zu Fuß, mit einer handgemalten Skizze des Weges, zur Feria Verde zu finden. Leider haben wir uns irgendwie in dem wirren Straßennetz von San José verlaufen. Alle die wir gefragt haben, haben uns davon abgehalten zu laufen, weil es viel zu weit sei, aber wir sind tapfer weitermarschiert, bis wir irgendwann bei einer Polizeistation gelandet sind. Da uns dann auch die Polizisten von einer Weiterreise zu Fuß abgeraten haben, haben wir uns dann entschieden ein Taxi zu nehmen. Einer der Polizisten, war sogar so nett und hat uns eins angehalten und mit dem Fahrer gesprochen, damit er uns ja nicht mehr als 1000 CRC (Colones, entspricht etwa 1,50€) abnimmt. Was auch irgendwie gut war, weil wir auf dem Rückweg dann das Dreifache für den gleichen Weg bezahlt haben. Aber naja, es war ja nicht die Welt und durch 4 geteilt noch weniger. Taxis sind echt günstig hier, genauso wie Busse und Obst, der Rest ist allerdings doch ziemlich teuer…

Naja auf jeden Fall sind wir dann irgendwann nach 2 Stunden bei der Feria Verde angekommen, nur um festzustellen das sie nur bis 12:30 auf hat (was keiner von uns wusste). Zum Glück waren aber die Eisverkäufer so nett und hatten noch zwei verschiedene Eissorten über und haben uns noch welche verkauft. Ich hatte ein veganes Maulbeereis und es war meeeeega lecker.

Weil wir aber nicht ganz umsonst nach San José gefahren sein wollten und wir das Mittagessen in der Schule schon verpasst hatten, haben wir beschlossen irgendwo uns ein kleines günstiges Restaurant zu suchen und dort was zu essen. Da Ana veganerin ist brauchten wir etwas mit veganen Optionen und welche Ort ist besser um nach so etwas zu Fragen als ein vegan-biologischer Hippiemarkt?

Uns wurde ein nettes, schnuckeliges Restaurant, nicht weit vom Markt entfernt empfohlen, wo wir dann auch schnurstracks hingelaufen sind. Es gab alles Mögliche dort, egal ob vegetarisch, vegan oder mit Fleisch und es war super lecker. Wir haben relativ lange dort gesessen und einfach gequatscht und Zeit außerhalb der UWC-Bubble verbracht. Es war echt schön und mal was anderes.

Der beste Weg etwas Fremdes kennenzulernen ist einfach draufloszulaufen und sich zu verirren, denn nur dann lernt man die geheimsten und schönsten Orte kennen…

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