Mein B-Day far-far away from home

Also erstmal wird man normalerweise nicht 18 und ist mehr oder weniger am anderen Ende der Welt. Zweitens ist man normalerweise nicht irgendwo wo es verboten ist Alkohol zu trinken so dass richtig Feiern gehen ins Wasser fällt. Und drittens, hat man normalerweise kein Monster namens IB, das irgendwie dafür sorgt, dass man immer irgendwas zu tun hat… Aber mein Leben ist ja nicht normal.

Ich wache morgens auf und denke: Irgendwas war heute…? Ach ja ich bin jetzt 18… Oh shitt, das hat mich 10 Sekunden nachdenken gekostet, jetzt muss ich mich aber beeilen. Ich gehe zum Unterricht, mache meine Aufgaben und linse natürlich nicht zwischendurch auf mein Handy oder auf Facebook, wo all meine Freunde nach und nach auch realisieren das es bei mir jetzt schon morgen ist und ich ja Geburtstag habe. In meiner Freistunde gehe ich zurück. Mir begegnen Leute, sie beglückwünschen mir, ich freue mich und gehe weiter. Meinen Tagesablauf hat das jetzt auch nicht geändert. Soweit alles normal. STOP. Jetzt ändert sich mein Ablauf. Anstatt zu schlafen wie sonst, skype ich mit meiner Familie und bin glücklich und traurig zugleich. Eigentlich sollte ich jetzt an diesem Tag da sein. Meine Mama sollte mir eine Waldmeister Torte backen, mein Bruder aufgeregter sein als ich und mein Papa versuchen beim Happy Birthday singen nicht mitzusingen ohne das es jemand merkt. Aber ja, ich bin nicht da, ich bin hier. Meine Freistunde geht zu Ende (nachdem ich doch noch einen kleinen Vormittagsschlaf gemacht habe). Ich gehe wieder in den Unterricht. Ich esse Mittag und fange an zu arbeiten, bis meine große Schwester und Secondyear Ann-Katrin kommt und mir sagt, dass ich meinen Geburtstag nicht einfach so wie jeden anderen Tag verbringen kann, dass ich ausgehen muss. Also verschiebe ich meine Arbeit, genau wissend dass ich es am nächsten Tag bereuen würde. Wir gehen zur Taco Bar, einer meiner Lieblingsplätze. Ich Trinke einen Rote-Beeren-Joghurt-Smoothie und esse einen Brownie mit Eis. Wir gehen zurück. Am Nachmittag hat es geregnet, meine Füße werden nass. Zurück auf dem Campus gehe ich im Kopf einen Arbeitsplan durch. Ich merke nicht, dass wir einen Umweg zurück zu den Residences laufen, bis Ann-Katrin mich ins Greenhouse schubst. Es ist dunkel aber auf einmal geht die Lichterkette an. Alle meine Freunde springen aus den Ecken. Sie singen Happy-Birthday, haben Mini-Küchlein gebacken und Kerzen angezündet. Ich darf pusten und wünsche mir, dass ich nächstes Jahr auch wieder so überrascht werde. Wir feiern eine Weile, hören Musik, reden und essen. Nach einer kurzen Weile, ist das Ganze dann aber doch leider schon vorbei, denn das IB-Monster schläft nie, nirgendwo, macht bei niemandem eine Ausnahme…

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