UWC

UWC steht für „United World Colleges“. Es ist eine Bildungsbewegung die Schülerinnen und Schüler, im Alter von 16 bis 19 Jahren aus aller Welt, nach ihrer Eignung, Persönlichkeit und Begabung zusammenbringt. Sie bekommen die Möglichkeit 2 Jahre lang in einer Gemeinschaft zu leben, die Toleranz, Interkulturelle Verständigung, Frieden und Gerechtigkeit fördert.
Jugendliche aller Nationalitäten, Kulturen und sozialer Schichten leben gemeinsam auf einem Campus und lernen nach einem international anerkannten, anspruchsvollen Schulprogramm, dem International Baccalaureate (IB). Dabei belegen sie 6 Fächer aus verschiedenen Bereichen, 3 davon auf erhöhtem Niveau und 3 auf Grundniveau, besuchen den interdisziplinären Kurs „Theory of Knowledge“ und schreiben eine fachliche Abschlussarbeit von ca. 5.000 Wörtern („Extended Essay“). Ziel des „Theory of Knowledge“-Kurses ist es, den Schülern kritisches Denken und Hinterfragen von Wissen und Wissenschaft nahezubringen. Außerdem ist die Teilnahme am CAS-Programm – „Creativity, Action, Service“ – Pflicht. Jede Schülerin und jeder Schüler belegt über zwei Jahre mindestens eine Sportart, eine kreative Arbeitsgemeinschaft und engagiert sich in mindestens einem „Social Service“ bzw. „Community Service“. Das IB wird in Deutschland problemlos als ein im Ausland erworbenes Abitur anerkannt wenn die Fächerbeschränkungen der deutschen Kultusministerkonferenz eingehalten werden.
Die gemeinschaftliche Aktivitäten und sozialen Dienste sind fester Bestandteil des UWC-Konzeptes und geben den Jugendlichen so die Möglichkeit, fremde Kulturen zu erleben und zu lernen sich mit neuen, anderen Lebensvorstellungen auseinander zu setzen. Ebenso im Mittelpunkt steht die an den Colleges gelebte Vielfalt: Es ist durchaus nicht ungewöhnlich, dort Schülerinnen und Schüler aus mehr als 80 Nationen und allen sozialen Schichten vorzufinden.
Einer der Gründer von UWC, Kurt Hahn, sagte:
„UWC macht Bildung zu einer Kraft, die Menschen, Nationen und Kulturen im Streben nach Frieden und einer nachhaltigen Zukunft verbindet.“
Unterstützt wird die Arbeit der Colleges unter anderem von der UWC-Präsidentin, Ihrer Majestät der Königin Noor von Jordanien. Ehrenpräsident war Nelson Mandela. Die Auswahl der Schülerinnen und Schüler und deren Finanzierung übernehmen die weltweit mehr als 140 Nationalen Komitees, sowie die Länder, in denen die Colleges situiert sind.
Unterrichtssprache an allen United World Colleges ist Englisch. Nur das College in Costa Rica bietet zusätzlich auch einige Fächer auf Spanisch an.
Heute gibt es 15 UWCs in Armenien, Bosnien und Herzegowina, Costa Rica, China, Hongkong, Indien, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Kanada, Singapur, Swasiland, den USA, Wales und Deutschland. Über 3000 Schülerinnen und Schüler leben und lernen jedes Jahr an den Colleges, um durch die gemachten Erfahrungen und gelebte Vielfalt die Welt vielleicht ein wenig besser zu machen.